Viele Frauen tragen den stillen Glaubenssatz in sich: „Alle anderen erleben eine viel leichtere Intimität als ich.“ Geht es dir auch so? Du scrollst durch Social Media, siehst vermeintlich perfekte Körper, liest von mühelosen Höhepunkten, hörst im Umfeld von großartigen Liebesleben – und du sitzt da und denkst: Was mache ich eigentlich falsch?
Daraus entsteht oft ein enormer innerer Druck: „Ich muss schneller funktionieren.“ Du fühlst dich eingeengt von den vermeintlichen Erwartungen deines Partners, von dem, was Medien vorgeben, oder von dem, was du glaubst, wie es sein müsste. Vielleicht wartest du nach einer schwierigen Geburt oder einer Unterleibsoperation auch sehnsüchtig darauf, dass dein Körper endlich wieder „wie früher“ wird – und es passiert einfach nicht.
Wenn das körperliche Loslassen dann blockiert, rutschen viele Frauen in ein unbewusstes Vortäuschen. Weil sie den Partner nicht enttäuschen wollen. Weil sie sich nicht eingestehen möchten, dass sie den Zugang zu ihrem eigenen Körpergefühl gerade verloren haben. Oder weil sie die tiefe Angst vor dem körperlichen Schmerz wie Vaginismus oder Dyspareunie verschweigen wollen.
Aus Angst vor dem Gedanken, dass mit der Beziehung oder – noch schlimmer – mit dir selbst etwas nicht stimmt, wird Intimität plötzlich zu einer stressigen Performance. Sie ist kein sicherer Ort der Verbindung, der Freude und des Ankommens mehr, sondern eine Prüfung, die es zu bestehen gilt.
Viele betroffene Frauen sprechen mit niemandem darüber. Nicht mit der besten Freundin. Nicht mit dem Partner. Manchmal nicht einmal richtig mit sich selbst. Die Sorgen werden runtergeschluckt, begleitet von dem resignierten Gedanken: „So ist es jetzt halt.“
Doch die Hoffnung, dass sich chronische Blockaden von alleine lösen, erfüllt sich selten. Im Gegenteil: Mit jedem Mal, bei dem sich körperliche Nähe nicht gut anfühlt oder sogar wehtut, wird die mentale Hürde größer. Der Glaubenssatz „Ich bin nicht richtig“ gräbt sich mit jedem Mal tiefer in das Nervensystem ein.
Vielleicht fragst du dich insgeheim: Bin ich emotional blockiert? Ist mein Körper für immer beschädigt? Du hast vielleicht sogar aufgehört zu glauben, dass körperliche Nähe jemals wieder schmerzfrei und schön für dich sein könnte.
Körperliche Nähe darf sich leicht und sicher anfühlen. Du kannst lernen, die tiefe Angst vor dem Schmerz im Gewebe schrittweise zu verlieren. Du kannst wieder spüren lernen, was dir und deinem Körper wirklich guttut, und die Erlaubnis finden, das auch mutig auszusprechen.
Du darfst dich in deiner eigenen Haut wieder rundum wohlfühlen. Ohne Scham, ohne Leistungsdruck und ohne jede Bewertung. Das ist möglich. Und genau dabei helfe ich dir in meiner Praxis in Bielefeld.